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Mitarbeiterrüstzeit - Ein Erlebnisbericht

Insgesamt 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren zur Mitarbeiterrüstzeit unterwegs. Intensiv in jeder Hinsicht erlebten wir die vielleicht „dichteste“ Region der Welt.

Mit „Dichte“ ist einerseits gemeint: Auf Schritt und Tritt begegnet man Spuren und Geschichten aus 3000 Jahren: Abraham und Sara, der Auszug aus Ägypten, König Saul, König David, das babylonische Exil, Jesus, das frühe Christentum, die byzantinische Zeit, die Kreuzfahrerzeit, die osmanische Epoche, das 19. Jahrhundert und die aktuelle politische Lage sind nur ein paar Stichworte, die das beschreiben.

Mit „Dichte“ ist andererseits gemeint: In diesem Land haben die drei monotheistischen Weltreligionen ihren Ursprung oder ehren dort heilige Orte. In dieses Land kommen deshalb Pilger aus der ganzen Welt mit sehr unterschiedlichen Traditionen und zugleich mit dem gemeinsamen Interesse an der Bibel und Gottes Spuren in der Geschichte und im Leben. In diesem Land leben zwei Völker mit-, neben- und gegeneinander. In diesem Land ist die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts präsent, wie wir es vielleicht nicht erwarten.

So haben wir Mitarbeitenden des EDBTL zunächst von Nazareth aus Galiläa erkundet und sich in der zweiten Hälfte der Reise auf Jerusalem und Betlehem konzentriert. Wir haben viel in der Bibel gelesen und konnten den Geschichten ihre historischen Orte zuordnen. Das bedeutete so manches Aha-Erlebnis. Die Landschaften sind ja, wie sie waren: Der See Genezareth liegt noch so, wie er auch zu Jesu Zeiten war. Wir haben uns mit dem Zusammenleben von Palästinensern und Israelis zugewandt und verstanden, wie kompliziert und mehrdeutig die Lage ist. Wir haben uns mit Blick auf die Grüber-Häuser in Yad Vashem am Gedenkbaum für Heinrich Grüber versammelt, einem der „Gerechten der Nationen“.

Erschöpft, reich an Einsichten und Erfahrungen, froh über die Gemeinschaft und neues Wissen – so sind alle wieder heimgekehrt. Vermutlich wird keine Teilnehmerin und kein Teilnehmer diese Mitarbeiterrüstzeit je vergessen.

Es war eine gesegnete Zeit.

A.Nehls