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Aktuelles

Wir feiern zehn Jahre Bundesfreiwilligendienst

Siggi Rose arbeitet in Siloah als BFDler und begleitet Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag

Am 1. Juli 2011 wurde der Bundesfreiwilligendienst eingeführt und ersetzte fortan den Zivildienst. Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin hat schon dutzende BFDler vermittelt. Es gibt auch ein spezielles Programm für Über-27-jährige Bufdis. Einer davon ist Siggi Rose, er arbeitet seit März 2021 an unseren Evangelischen Wohnstätten Siloah und hat sich Zeit für unsere Fragen genommen.

 

EDBTL: Hallo Siggi, toll, dass wir uns kurz unterhalten können. Sag mal, wieso machst du ein BFD?

Siggi Rose: Ich stamme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, wo ich lange als Unterkunftsbetreuer und Dolmetscher in einem Wohnheim für Geflüchtete gearbeitet habe. Ich spreche halt ganz gut Englisch, und das war gefragt. Aber das wollte und konnte ich auf lange Sicht nicht weitermachen. Dann hat mich die Liebe nach Berlin geführt. Meine Freundin arbeitet als Kinderkrankenschwester und hat mich auf das BFD-Programm des Evangelischen Diakonissenhauses aufmerksam gemacht. Wir haben gemeinsam den offenen BFD-Platz bei Siloah gefunden, und ich habe mich direkt beworben.

Wie lief die Bewerbung ab?

Total unkompliziert. Ein Brief, dann eine E-Mail ans Freiwilligendienst-Team des EDBTL, den Online-Bogen ausgefüllt und dann zum Gespräch nach Teltow. Wir haben ein Probearbeiten in Siloah vereinbart, was toll ablief, und dann wurde der BFD-Vertrag unterschrieben.

Wie lange geht dein BFD noch?

Am 1.3.21 habe ich angefangen, eigentlich war ein Jahr Laufzeit vereinbart. Aber wenn alles gut läuft, werde ich zum 1. August als angelernte Kraft übernommen und damit hoffentlich fest angestellt.

Da drücken wir die Daumen!

Danke. Ich arbeite wirklich sehr gerne hier. Mir geht das Herz auf, wenn ich den Dank der Menschen spüre, die ich begleiten darf.

 

Auch Brigitte Lange, BFD-Koordinatorin der Evangelischen Wohnstätten Siloah, betont die Wichtigkeit der Bufdis: "Ohne die Freiwilligen würde unsere Arbeit nicht so reibungslos funktionieren. Sie sind eine große Bereicherung. Und zum Glück können auch wir etwas geben: Orientierung fürs Berufsleben, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung."