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Diakonische Gemeinschaft Lehnin

Diakonische Gemeinschaft Lehnin

Besuch des Beelitzer Baumwipfelpfades

Am 27. September 2020 besuchten Lehniner und Teltower Schwestern den Baumwipfelpfad in Beelitz. Zunächst stand eine Führung in den historischen Gemäuern auf dem Programm in der die Gruppe einen guten Einblick zur Historie und Anlage der Beelitzer Heilstätten (der Parkanlage & den Gebäuden) sowie zum Leben der Patienten erhielt. Die Tour führte durch den Park an den verschiedenen historischen Gebäuden entlang. Unter anderem wurde der historische Badesaal besichtigt. Nach der Gruppenführung war Zeit für einen Rundgang auf dem Bauwipfelpfad, wo einige Schwestern ihrer Kletterkünste unter Beweis stellen konnten. Bei gutem Wetter hatte die Gruppe einen tollen Ausblick auf das Land. Der schöne Nachmittag klang beim Kaffeetrinken gemütlich aus.


Basiskurs Diakonie - Ein(Blick) hinter die Kulissen von Claudia Goerke

Der Basiskurs neigt sich dem Ende zu, aber ein ganz besonderes Treffen sollte uns am 1. November 2019 nach Frankfurt führen. Hier trafen wir uns zum Thema „Diakonisches Profil“ im Speisesaal des Mutterhauses – ein Ort, der uns (bis auf einen unserer Teilnehmer) noch völlig unbekannt war.

Ganz im Zeichen des Vortages – des Reformationstages! – begannen wir den Tag mit einer Andacht zum Thema Reformation; in der das Lied 362 „Eine feste Burg ist unser Gott“ natürlich nicht fehlen durfte. Dann gab es eine kurze Vorstellungsrunde, da sich Frau Dr. Schrauf, die Geschäftsführerin des Kaiserswerther Verbandes, auch ein Bild über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche von Kursteilnehmern des Basiskurses machen wollte.

Der Vortrag von Frau Dr. Schrauf zum Thema „Proprium und Profil – Diakonie in einer säkularen Gesellschaft“ war auch dank der regen Beteiligung aller Kursteilnehmer ein sehr lebendiger; führte quer durch die Geschichte zum Kern des diakonischen Auftrages: Die sieben Regeln der Barmherzigkeit, die bis heute nichts an Ihrer Notwendigkeit verloren haben.

Im fliegenden Wechsel wurde das Wort dann auch schon an den Geschäftsführer des Unternehmensbereiches Gesundheit, Herrn Dr. Karsten Bittigau übergeben. Mit ihm gewann die Gruppe Einblick in Themen, die die meisten auch außerhalb ihrer eigentlichen Tätigkeit interessierte und die den einen oder anderen tagesaktuell ständig beschäftigen, sei es bei eigenen

Krankenhausaufenthalten, aus der Presse oder vom Hörensagen. So kamen wir über einen ersten kurzen Gesamtüberblick schnell zu den alles entscheidenden Finanzierungssystemen, zu Fallpauschalen und Sicherstellungskrankenhäusern – Begrifflichkeiten, die nun ausführlich erklärt wurden. Begriffe, die auch bei uns im Diako arbeitsplatzentscheidend sind. Wahrscheinlich ein Grund, weshalb dieser Vortrag, der dann eine Diskussionsrunde wurde, ewig hätte weitergehen können. Doch die Zeit drängte, denn nach dem wohlschmeckenden Mittag standen weitere Programmpunkte auf unserem Tagesplan.

Die gleichwohl kurzweilige wie fundierte Führung durch den neuen und alten Teil des Lutherstiftes durch Herrn Peter Heyse, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Lutherstift, war für uns alle sehr beeindruckend – auch hier atmen die Mauern Geschichte. Und Geschichten gab es jede Menge! Besonders schön war der kleine Stopp im Raum der Stille – dem schönsten Raum der Stille, den es laut Herrn Heyse im ganzen Unternehmen gibt. Und ja: er ist wirklich ausgesprochen geschmackvoll konzipiert und ausgestattet. So kam es, dass auch diese Stunden wie im Flug vergingen. Gerne hätten wir uns auch noch das Theodor-Fliedner-Haus angeschaut, aber dafür reichte die Zeit dann leider schon nicht mehr. Den Abschluss dieses Tages bildete eine Bibelarbeit aus dem Matthäus-Evangelium; „Die Rede vom Weltgericht“ und eine vertiefende Einheit zu den Diakonischen Gemeinschaften. Als am Abend alle ihren langen Heimweg antraten, hallten noch viele Gedanken des Tages nach.

Weitere Einblicke von Claudia Goerke finden Sie in unserem Nachrichtenarchiv.


Jahreslosung 2020

Angespannt sitze ich im Wartezimmer eines Arztes und hoffe auf ein gutes Ergebnis der anstehenden Untersuchung. Ich habe Angst, fühle mich hilflos. Viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis mussten sich schon schweren Diagnosen stellen – warum sollte ich ausgenommen sein? „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Genau das spielt sich gerade in mir ab: „Ich glaube!“ – Ja, ich weiß mich in Gottes Hand. Ja, ER meint es gut mit mir. Ja, IHM ist nichts unmöglich!     Gleichzeitig rumoren in mir Gedanken wie: Kümmert Gott mein kleines Leben überhaupt? Warum bin ich nur so unruhig und besorgt? Wo bleibt mein Gottvertrauen? Wenn es darauf ankommt, verliere ich den Boden unter den Füßen. Dabei habe ich doch schon so oft Gottes Nähe und Hilfe erlebt … Ein Vater bringt seinen schwer kranken Sohn zu den Jüngern Jesu. Die Situation eskaliert, als sich auch noch Schriftgelehrte einmischen. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Ein Hilfeschrei aus der Tiefe: „Ich glaube – wäre ich denn sonst zu dir gekommen? Ich kann es nicht ergründen, was das bedeutet, und was du von mir erwartest. Der Vater erkennt, dass nicht nur sein Sohn der Hilfe und der Heilung bedarf, sondern auch er selber, sein Glaube. Dieser Aufschrei des Vaters ist ein erster Schritt des Vertrauens. Wie wunderbar, dass Jesus das nicht zu wenig ist!
Gleichzeitig bringt der Vater auf den Punkt, was ein Leben in der Nachfolge Jesu ausmacht. Eine Spannung, die mich nicht zerreißen muss, weil Jesus sich ganz in meine Lage versetzt und sie mit mir aushält. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Dieses Bekenntnis ist zugleich ein Hilfeschrei, in dem der Vater nicht nur seinen Sohn, sondern sein ganzes Leben Jesus anvertraut. Und doch gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich Jesu Nähe, seine Kraft, sein konkretes Eingreifen vermisse. Zeiten, in denen mein Glaube wankt. Was hindert mich dann zu rufen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Und es gibt Zeiten, in denen mich Jesus herausfordert, über mich selbst und meine Möglichkeiten hinauszuwachsen. Kaum zu glauben, was er mir zu- und anvertraut! Kaum zu glauben, wie seine Möglichkeiten meine Grenzen sprengen! Daran können ihn weder Kleinglaube noch Unglaube hindern. Motiv: Stefanie Bahlinger
Auslegungstext: Renate Karnstein (gekürzt)

Rückblick


Rüstzeit Diakonische Gemeinschaften vom 5. bis 8. September 2019 in Kloster Lehnin

„Du kennst alle meine Wege.“ Unter diesem Motto aus Psalm 139 kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Rüstzeit vom 5. bis 8. September in Kloster Lehnin zusammen. Neben Mitgliedern aus allen drei Gemeinschaften nahmen 12 Schwestern aus dem Diakoniewerk Kropp teil. Bereits seit einigen Jahren gibt es regelmäßigen Austausch zwischen den Gemeinschaften. So waren die Teltower und Lehniner 2013 zu einem Besuch in Kropp bei Schleswig. Am Donnerstag startete die Rüstzeit mit einem Kaffeetrinken und einer Vorstellungsrunde. Der Einstieg in das Thema geschah anhand einer Bildbetrachtung zu Paul Klees Werk „Hauptweg und Nebenwege“. Anschließend fuhr die Gruppe ins „Dippmanssdorfer Paradies“ zum Abendessen. In der Bibelarbeit am Freitag erzählten Frau Werner und Frau Dr. Grießmann Weg-Geschichten aus dem Alten Testament und dann machte sich die Gruppe selbst auf den Weg zu einem Besuch nach Groß Briesen. Pfarrerin Dorothea Sitzler-Osing, selbst Schwester der Diakonischen Gemeinschaft Teltow, erzählte sehr begeistert von ihrer Arbeit in den Dörfern und zeigte uns zwei kleine Kirchen. Die Landfrauen luden zu Kaffee und Kuchen. Der Tag klang gemütlich in Kloster Lehnin aus. Samstag ging es aufs Wasser. Bei der großen Seenrundfahrt rund um Brandenburg an der Havel gab es genug Zeit für Austausch und Gespräche. Wer wollte konnte den Nachmittag in der Brandenburger Innenstadt nutzen und den Dom besuchen oder beim Konzert der Lehniner Sommermusiken Henry Purcells Oper „Fairy Queen“ lauschen. Der Abend wurde inhaltlich durch die Kropper Gemeinschaft gestaltet. Das Motiv des Weges spielte auch hier eine Rolle und wurde durch Kleingruppengespräche lebendig.   Am Sonntag, nach Gottesdienst und Mittagessen, machten sich alle wieder auf den Weg. Im Gepäck: einen Reisesegen, schöne Begegnungen, viele Eindrücke und ein Wiedersehen 2021 in Kropp.  

Kontakt

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