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Schwesternschaften Frankfurt (Oder)

Diakonissen-Schwesternschaft/Diakonische Schwesternschaft Frankfurt (Oder)


Jahreslosung 2020

Angespannt sitze ich im Wartezimmer eines Arztes und hoffe auf ein gutes Ergebnis der anstehenden Untersuchung. Ich habe Angst, fühle mich hilflos. Viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis mussten sich schon schweren Diagnosen stellen – warum sollte ich ausgenommen sein? „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Genau das spielt sich gerade in mir ab: „Ich glaube!“ – Ja, ich weiß mich in Gottes Hand. Ja, ER meint es gut mit mir. Ja, IHM ist nichts unmöglich!     Gleichzeitig rumoren in mir Gedanken wie: Kümmert Gott mein kleines Leben überhaupt? Warum bin ich nur so unruhig und besorgt? Wo bleibt mein Gottvertrauen? Wenn es darauf ankommt, verliere ich den Boden unter den Füßen. Dabei habe ich doch schon so oft Gottes Nähe und Hilfe erlebt … Ein Vater bringt seinen schwer kranken Sohn zu den Jüngern Jesu. Die Situation eskaliert, als sich auch noch Schriftgelehrte einmischen. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Ein Hilfeschrei aus der Tiefe: „Ich glaube – wäre ich denn sonst zu dir gekommen? Ich kann es nicht ergründen, was das bedeutet, und was du von mir erwartest. Der Vater erkennt, dass nicht nur sein Sohn der Hilfe und der Heilung bedarf, sondern auch er selber, sein Glaube. Dieser Aufschrei des Vaters ist ein erster Schritt des Vertrauens. Wie wunderbar, dass Jesus das nicht zu wenig ist!
Gleichzeitig bringt der Vater auf den Punkt, was ein Leben in der Nachfolge Jesu ausmacht. Eine Spannung, die mich nicht zerreißen muss, weil Jesus sich ganz in meine Lage versetzt und sie mit mir aushält. „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Dieses Bekenntnis ist zugleich ein Hilfeschrei, in dem der Vater nicht nur seinen Sohn, sondern sein ganzes Leben Jesus anvertraut. Und doch gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich Jesu Nähe, seine Kraft, sein konkretes Eingreifen vermisse. Zeiten, in denen mein Glaube wankt. Was hindert mich dann zu rufen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Und es gibt Zeiten, in denen mich Jesus herausfordert, über mich selbst und meine Möglichkeiten hinauszuwachsen. Kaum zu glauben, was er mir zu- und anvertraut! Kaum zu glauben, wie seine Möglichkeiten meine Grenzen sprengen! Daran können ihn weder Kleinglaube noch Unglaube hindern. Motiv: Stefanie Bahlinger
Auslegungstext: Renate Karnstein (gekürzt)

Jahresrückblick 2019

Die Diakonissen hatten von einigen Stationssängern zu Weihnachten einen Ausflug geschenkt bekommen. So gabs am Palmsonntag im Mutterhaus eine Tasse Kaffee und dann gings mit Autos auf Umwegen nach Mixdorf, um gleich mal durch die Autofenster den Frühling bewundern zu können. In einer kleinen, aber sehr feinen Gaststätte genossen wir dann ausgezeichnetes Essen in der Glasveranda - bei wunderbar klarem Wetter. Am ersten Sonnabend des Monats Mai 2019 fand der jährliche gemeinsame Ausflug der Diakonischen Gemeinschaften statt. Es ging zunächst nach Neuhardenberg. Nach einer Führung durch das dortige Schloss (Foto) und die Kirche sorgte die Schwester unserer Annelie Fritsch, die dort wohnt, für Kaffee und Kuchen; danach ging es weiter auf einen so genannten Schafmilchhof. Eine Molkereifachfrau und eine Schäferin betreiben ihn bewusst als Ökohof. Es war hochinteressant. Mitte Mai 2019 nahmen Sr. Ramona und ich an den internationalen ökumenischen „KAIRE“-Begegnungstagen in der Nähe von Görlitz teil (nun schon zum dritten Mal zu zweit). Wieder haben wir es sehr genossen, fühlen uns einfach beschenkt – vor allem durch die Mitschwestern, die wir kennenlernen durften.  Das Foto zeigt uns vorm Kloster Marienthal mit Äbtissin Elisabeth. Marienthal ist das älteste Zisterzienserinnenkloster auf deutschem Boden. Ungeachtet der Reformation (die ja gar nicht weit entfernt in Wittenberg ihren Anfang nahm) wurde es seitdem nie geschlossen, gab es seitdem ununterbrochen Nonnen dort. Der humorvollen, temperamentvollen Äbtissin Elisabeth zu begegnen, bedeutete Freude und Ermutigung. Ende August 2019 trafen sich Detmolder und Frankfurter Diakonische Schwestern (Detmold ist unser Partner-MH) in der Lüneburger Heide. Einige Eindrücke: Kloster Ebstorf   Hundertwasserbahnhog Uelzen   Abendmahlsfeier
Bericht von Sr. Ingeborg Wackwitz

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