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Schulkonzept

Schulkonzept

Gesundheits- und Krankenpflegehilfe

Allgemeine Ziele

  • Ausbildung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • unser evangelischer Auftrag wird erlebbar und erkennbar
  • Lehrer/innen der Ausbildungsstätte fühlen sich der "Rahmen-Berufsordnung für professionell Pflegende" verpflichtet
  • Orientierung am gültigen Brandenburgischen Krankenpflegehilfegesetz und an der dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
  • Beteiligung am Prozess der Qualitätsentwicklung; Entwicklung geeigneter Instrumente zur Qualitätsüberprüfung

Pädagogische Ziele

  • interdisziplinäres, themenorientiertes Lernen in Lernsituationen
  • ausgewählte Themen werden exemplarisch erarbeitet
  • Projektarbeit
  • Förderung des Theorie-Praxis-Transfers durch speziell darauf abgestimmte Praxisaufträge
  • Theorie: Blockunterricht mit festen Unterrichtszeiten von 8.15 - 15.25 Uhr
  • verbale Beurteilung nach der Probezeit
  • verbale und schriftliche Beurteilung nach jedem Praxiseinsatz
  • schriftliche und/oder mündliche Leistungskontrollen nach jeder abgeschlossenen Lerneinheit

Pädagogisches Selbstverständnis

  • Auszubildende werden als eigenständige Persönlichkeiten verstanden
  • Lehrende und Lernende stehen in einem ständigen Prozess des voneinander Lernens
  • Lernen an sich wird ebenfalls als ein ständiger Prozess verstanden, den es zu entwickeln und zu fördern gilt
  • Die Auszubildenden sollen zu selbstorganisiertem Lernen geführt werden
  • Lernen wird verstanden als Förderung unterschiedlicher Kompetenzen

Bausteine der pädagogischen Praxis

Es werden grundsätzlich vier Kompetenzbereiche angesprochen, die im theoretischen Unterricht und im Rahmen der praktischen Ausbildung gefördert werden:

  • Fachkompetenz: Erwerb von fachlichem Wissen
  • Soziale Kompetenz: Einüben der Beziehungsfähigkeit
  • Selbstkompetenz: Einüben von Selbstwert und Selbstakzeptanz
  • Methodenkompetenz: Erwerb unterschiedlicher Methoden

Didaktische Grundlagen

Der lerntheoretische Hintergrund basiert auf vier unterschiedlichen Ansätzen.

  1. Der konstruktivistische Ansatz geht davon aus, dass jeder und jede Auszubildende Wissen aufgrund von individuellen Erfahrungen selbst "konstruiert".
  2. Beim erkenntnistheoretischen Ansatz wird nach einer Problemstellung eine Antwort oder Hypothese abgeleitet. Diese wird dann mit Hilfe von Experten verglichen und angepasst. Daran schließt sich die Anwendung des neu erworbenen Wissens an.
  3. Der problemlösungsorientierte Ansatz findet vorrangig im Theorie-Praxis-Transfer seine Anwendung. Am Anfang steht die Analyse einer Situation. Daraus werden Probleme abgeleitet, Ursachen und Vorwissen geklärt, worauf die Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele folgt.
  4. Im situationsbezogenen Ansatz wird eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, um bestimmte Phänomene zu verstehen. Daran schließt sich eine konkrete Problemlösung an bzw. werden Konzepte oder Themen formuliert.

Die theoretische Ausbildung

Die Pflegeausbildung findet in einem Blocksystem und umfasst insgesamt 5 Theorieblöcke von jeweils 3- bis 4-wöchiger Dauer. Insgesamt werden dabei mindestens 600 Unterrichtsstunden erteilt.  Grundlage der theoretischen Ausbildung ist der Rahmenlehrplan und das Curriculum für die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in der Evangelischen Ausbildungsstätte für pflegeberufe in Brandenburg GmbH.

Lernbereiche

Die theoretische Ausbildung ist in sieben fächerintegrative Themenbereiche strukturiert:

  • Themenbereich 1: Mithilfe beim Erkennen, Erfassen und Bewerten von Pflegesituationen und im Auftrag und unter Kontrolle tätig werden
  • Themenbereich 2: Mithilfe bei der Auswahl, Durchführung und Auswertung von pflegemaßnahmen
  • Themenbereich 3: Mithilfe bei der Unterstützung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen gewährleisten
  • Themenbereich 4: Pflegehandeln personenbezogen sowie wirtschaftlich und ökonomisch ausrichten
  • Themenbereich 5: Mithilfe bei der medizinischen Diagnostik und Therapie
  • Themenbereich 6: Mithilfe bei der Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes
  • Themenbereich 7: Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen

Der Unterricht erfolgt in Blöcken von je 90 Minuten Länge. Für Projekt- oder Gruppenarbeiten werden Unterrichtsblöcke zusammengelegt. Innerhalb der Unterrichtsblöcke sind Zeiten für das Selbststudium eingeplant.

Die praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 1.000 Stunden. Die Einsatzplanung erfolgt zentral durch die Evangelische Ausbildungsstätte.

Unsere Ausbildung findet überwiegend in den Krankenhäusern des Unternehmensverbundes statt:

Weitere Einsatzorte sind:

  • Diakoniestation Lehnin
  • St. Josefs-Krankenhaus Potsdam

Praxisaufträge

Teil der praktischen Ausbildung sind Praxisaufträge zu unterschiedlichen Themen. Sie sollen helfen, das theoretisch Gelernte in konkreten Pflegesituationen gezielt, individuell und patientenbezogen praktisch anzuwenden. Darüber hinaus dient die Ausarbeitung der Praxisaufträge zugleich der individuellen Vorbereitung auf die spätere Examensprüfung.

Praxisanleitung

In jedem Krankenhaus stehen qualifizierte Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter zur Verfügung. Sie begleiten die Auszubildenden während ihrer Praxisphase.

Auf den Stationen werden Auszubildende während ihres praktischen Einsatzes außerdem von Mentorinnen und Mentoren betreut.

Praxisbegleitung

Die Praxisbegleitung durch das kompetente Lehrerinnenteam der Evangelischen Ausbildungsstätte für Pflegeberufe umfasst u.a.:

  • Überwachung der Ausbildungsqualität
  • Definition von Standards für die Begleitung der Schülerinnen und Schüler in den Einrichtungen der praktischen Ausbildung
  • Unterstützung und Förderung der Auszubildenden u.a. durch Gespräche, Lernzielkontrollen und Leistungsbewertungen
  • Gesamtbewertung der Praktischen Ausbildung im Zusammenhang mit der Zulassung zur staatlichen Prüfung
  • Organisation und Durchführung von Prüfungen in Kooperation mit den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern

Schulleitung

Die Schulleitung trägt die Gesamtverantwortung für die Ausbildung. Bei der Arbeit stützt sie sich auf ein professionelles Team. Projekte, Konzepte und Konferenzen werden gemeinsam geplant, durchgeführt und ausgewertet.

Neben dem hauptamtlichen Pädagogenteam aus Dipl.-Medizinipädagogen und Dipl.-Pflegepädagogen bereichern in ausgewählten Lerneinheiten externe Gastdozenten mit ihrer Fachexpertise das Unterrichtsgeschehen.

Zusammenarbeit mit Fachleuten, Vereinen und Einrichtungen

Die Evangelische Ausbildungsstätte für Pflegeberufe ...

  • bietet Studierenden der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera die Möglichkeit, im Verlauf Ihres Medizinpädagogik-Studiums Unterrichtspraktika an der Ausbildungsstätte durchzuführen. Auch darüber hinaus steht die Ausbildungsstätte im fachlichen Austausch mit der Hochschule.
  • pflegt einen intensiven Kontakt zu allen kooperierenden Praxispartnern.

 

Evaluation

Die hohe Ausbildungsqualität wird durch regelmäßige interne Evaluationen sichergestellt.

Unsere Schüler und Schülerinnen evaluieren am Blockende den erteilten Unterricht, ihr eigenes Pflegehandeln sowie die Praxisäufträge und werden so in ihrer Reflexionsfähigkeit gefördert.

Derzeit befindet sich die Evangelische Ausbildungsstätte im Zertifzierungsverfahren.

Kontakt

 Katrin Gutschlag

Katrin Gutschlag
Leitung
Schwarzer Weg 5
14532 Kleinmachnow
Tel.: 03328 - 33 80 28-0
E-Mail

 Inka Reus

Inka Reus
Schulsekretärin
Schwarzer Weg 5
14532 Kleinmachnow
Tel.: 03328 - 33 80 28-0
E-Mail