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Ausbildung Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Ausbildung Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Gesetzliche Vorgaben

Grundlage für eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sind das Krankenpflegegesetz (2003), die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (2004) sowie der Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg. Die Ausbildung setzt sich aus mindestens 2.100 Theorie-Stunden und 2.500 Stunden praktischer Ausbildung zusammen.

Ausbildungsvergütung

  • 1. Ausbildungsjahr: 950,00 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.020,00 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.140,00 Euro

Ausbildungsorganisation

Die Gesamtverantwortung für die theoretische und praktische Ausbildung liegt bei der Schule. Die Ausbildung ist in Theorie- und Praxisblöcke aufgeteilt: Während der drei Ausbildungsjahre finden zwölf Theorieblöcke von je 4-6 Wochen statt.

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit wird eine mündliche Zwischenprüfung abgelegt.

Die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung besteht aus drei Teilen, die im Krankenpflegegesetz festgelegt sind. Neben der praktischen Prüfung sind ein schriftlicher Teil sowie ein mündliches Prüfungsgespräch zu absolvieren.

Theorie

Der theoretische Unterricht findet von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.15 Uhr bis 15.25 Uhr statt (jeweils vier Blöcke á 90 min.)

Der Unterricht ist in inhaltliche Lerneinheiten gegliedert. Das bedeutet, dass zu einem Thema (z.B. der Haut- und Körperpflege) nicht nur die Durchführung der eigentlichen Pflege, sondern im Vorfeld auch Grundlagen aus Anatomie/Physiologie, sowie psychologisch-soziologische Aspekte vermittelt werden. Neben der Fachkompetenz steht dabei auch die Entwicklung personaler, methodischer und sozialer Kompetenzen im Vordergrund. Auch die Fähigkeit, selbstorganisiert zu lernen, nimmt einen hohen Stellenwert innerhalb der Ausbildung ein. Die Arbeit in Gruppen ist hierbei nicht nur elementarer Bestandteil des Unterrichts, sondern bereitet auf die zukünftige Arbeitssituation im Beruf vor.

Wichtige Inhalte der Ausbildung sind u.a.:

  • Pflege (z. B. Grundpflege, Wundversorgung, Verbandslehre, spezielle Pflege bei bestimmten Erkrankungen, Pflege als Wissenschaft)
  • Grundlagen der Anatomie/Physiologie (Aufbau und Funktionsweise des Körpers)
  • Krankheitslehre (z. B. Innere Medizin, Chirurgie, Urologie)
  • Sozialwissenschaften (Themen aus Soziologie und Psychologie)
  • Rechtliche Grundlagen
  • Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung
  • Beratung und Anleitung von Patienten und Angehörigen

Den Höhepunkt stellt in jedem Jahr die sogenannte Anleiterwoche "Schüler leiten Schüler an" dar. Hier werden die Schülerinnen und Schüler des 1. Lehrjahres bei ihren "ersten Schritten" in der Praxis fachkundig vom 3. Lehrjahr begleitet und unterstützt.

Ein besonderes Projekt der Evangelischen Ausbildungsstätte ist der "Mentorentag", bei dem die Schülerinnen und Schüler am Ende ihres zehnwöchigen Einführungsblockes Inhalte und Methoden, die sie bereits in der ersten Phase der Ausbildung erlernt haben, ihren Praxisanleitern und Mentoren vorstellen.

Ein besonderes Highlight bildet das alljährliche Projekt "Schüler leiten eine Station", bei dem das 3. Lehrjahr für eine Woche alle pflegerischen und administrativen Aufgaben auf einer Station unter pädagogischer Begleitung übernimmt und sich damit zugleich auf den bevorstehenden Berufsabschluss vorbereitet.

Besondere Inhalte während der Ausbildung sind z.B. Kinästhetik, alternative Pflegemethoden, Validation, Sterbeseminar, Bewerbertraining und Exkursionen, z.B. zum Bundesrat oder Haus der Wannseekonferenz.

Praxis

Die praktische Ausbildung findet hauptsächlich in den drei Krankenhäusern des Verbundes statt. Jeder Auszubildende hat im Laufe der Ausbildung eine (im Krankenpflegegesetz festgelegte) Anzahl von Stunden in den einzelnen Fachbereichen (z. B. Innere, Chirurgie, Gynäkologie, Rehabilitation) zu absolvieren. Praktische Erfahrungen in speziellen Fachgebieten (z. B. Psychiatrie) werden in unseren Kooperationshäusern (z. B. Asklepios Klinik Brandenburg, Lübben und Teupitz) vermittelt.

Bestandteil der Ausbildung für Pflegeschülerinnen und -schüler ist es, zusätzlich Erfahrungen in ambulanten Pflegediensten und Arztpraxen zu sammeln. In den Krankenhäusern Lehnin, Ludwigsfelde-Teltow und Luckau sowie im Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus stehen den Auszubildenden erfahrene Praxisanleiter und Mentoren zur Seite.

Kontakt

 Katrin Gutschlag

Katrin Gutschlag
Leitung
Schwarzer Weg 5
14532 Kleinmachnow
Tel.: 03328 - 33 80 28-0
E-Mail

 Inka Reus

Inka Reus
Schulsekretärin
Schwarzer Weg 5
14532 Kleinmachnow
Tel.: 03328 - 33 80 28-0
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