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19.06.2015

Lehniner Gespräch


Der Deutsche Bundestag will noch in diesem Jahr über ein neues Strafgesetz zur Sterbehilfe entscheiden. Dieses Gesetzgebungsverfahren nimmt das Diakonissenhaus zum Anlass, im zweiten Lehniner Gespräch nachzudenken über Selbstbestimmung am Lebensende, Herausforderungen an Familienangehörige, Pflegende, Ärzte und Seelsorger, palliativmedizinische Versorgung, Möglichkeiten und Grenzen ärztlichen Handelns und Hospize als letzte Lebensorte.
Es diskutierten Prof. Dr. Notger Slenczka, Professor für Systematische Theologie und Dogmatik an der Humboldt-Universität Berlin, Helmut Reichardt, Leiter der Palliativstation der Kliniken Lehnin und Pfarrerin Adelheid Vitenius, Seelsorgerin in den Kliniken und im Luise-Henrietten Hospiz Lehnin. Die Moderation des Gesprächs hatte der Beauftragte der Evangelischen Kirchen bei den Ländern Berlin und Brandenburg, Pfarrer Martin Vogel, übernommen.

Etwa 60 Gäste waren der Einladung in den Kapitelsaal gefolgt. Sie erlebten ein informatives und emotionales Gespräch. Einig waren sich die Gesprächspartner in ihrer Mahnung zur Vorsicht. Die Möglichkeiten zur Sterbehilfe in Deutschland sollten nicht über das jetzt schon gestattete Maß hinausgehen.