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04.10.2017

Luther und die Diakonie


Das Lehniner Gespräch am 28. September 2017 stand unter der Überschrift „Luther und die Diakonie“.
Zu Gast war der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie. Die Moderation übernahm der Beauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz für das Reformationsjubiläum, Pfarrer Dr. Bernd Krebs.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Ausstellung „Liebe Deinen Nächsten! Ein christliches Gebot, die Reformation und das Kloster Lehnin“ statt, die das Museum im Zisterzienserkloster Lehnin noch bis zum 3. Dezember 2017 zeigt. Schirmherren der Ausstellung sind Diakoniepräsident Ulrich Lilie und der ehemalige Ministerpräsident Brandenburgs, Manfred Stolpe.

Die Reformation brachte erhebliche Veränderungen in der Fürsorge für Arme und Kranke mit sich, fielen doch in den protestantischen Gebieten die Klöster als Orte der praktizierten Nächstenliebe weg.

Ulrich Lilie erinnerte daran, dass Diakonie für Luther Gottesdienst war, oder wie der Reformator in seiner Stephanuspredigt 1523 formulierte: „Die Sorge für den Nächsten ist Bestandteil des Gottesdienstes.“

Lilie betonte, die aus dem Glauben entstehende Weltverantwortung der Protestanten. Eine Folge der Reformation sei, dass Bürgertum und Städte, aber auch jeder einzelne Christ mitverantwortlich sind für Gerechtigkeit und Gleichheit. Die in der vorreformatorischen Ständegesellschaft selbstverständlich akzeptierte Ungleichheit, in der die Reichen Arme für ihre guten Werke brauchten, wurde nicht länger hingenommen.

Aus dieser Haltung der Verantwortung sei dann im 19. Jahrhundert auch die Anstaltsdiakonie entstanden.
Und auch heute befinde sich die Gesellschaft in einer Umbruchsituation – Stichworte Digitalisierung und Industrie 4.0 – auf die auch Kirche und Diakonie Antworten finden müssten.