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04.01.2016

20 Jahre Haus Mamre in Luckau


Die Wohnstätte für Erwachsene mit geistiger Behinderung „Haus Mamre“ in Luckau wird in diesen Tagen 20 Jahre alt.

Als das Haus in der Bersteallee in der ersten Januarwoche des Jahres 1996 bezogen wurde, war das Gebäude zwar fertiggestellt, ein großer Teil der Inneneinrichtung und Möbel fehlten aber noch. Bewohnerinnen und Bewohner der ersten Stunde erinnern sich noch gut an die ersten aufregenden Wochen in ihrem neuen Zuhause, in denen Lampen, Möbel, Blumen, Küchengeräte und Geschirr geliefert wurden und gleichzeitig das Zusammenleben im Haus Struktur annahm.

Der Neubau war notwendig geworden, um die Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten in der Wohnstätte in Waltersdorf bei Luckau zu verändern. Dieses Haus war 1991 vom Evangelischen Diakonissenhaus Berlin-Teltow übernommen worden. Gleichzeitig konnten durch die nun verfügbaren beiden Standorte die Bereiche Kinder/Jugendliche und Erwachsene räumlich und konzeptionell verbessert werden.

Haus Mamre bietet mittelgradig- bis schwerst- und schwerstmehrfach behinderten Menschen ein Zuhause. Die 32 Bewohnerinnen und Bewohner leben in individuell eingerichteten Einzelzimmern, die in vier Wohnbereiche zusammengefasst sind. Das Team von Haus Mamre hilft ihnen dabei, ihr Leben so selbstständig wie möglich zu führen.

Der Tagesablauf und die Gestaltung des Alltags orientieren sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner und nicht an der Eigendynamik der Organisationseinheit „Wohnstätte”. Ziel ist ein Höchstmaß an Selbständigkeit. Bewohner, die nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen tätig sein können, finden im Arbeitsbereich des Hauses im Rahmen der individuellen Fähigkeiten eine sinngebende und entwicklungsfördernde Tätigkeit.

Durch die Nähe zum Stadtzentrum können Bewohnerinnen und Bewohner die Einkaufs- und Kulturmöglichkeiten Luckaus trotz Behinderung größtenteils nutzen. Als Nachbarn sind sie gut integriert und werden von den meisten Luckauern so akzeptiert, wie sie sind. Aus dem 1996 noch mehrfach anzutreffenden „Aus dem Weg gehen“ ist ein „Hallo, wie geht es“ geworden. Herzliche Kontakte zur evangelischen Kirchengemeinde werden von beiden Seiten aktiv gepflegt.

Die Wohnstätte Mamre gehört zum Unternehmensverbund Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin.