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Ab in den Container – zum MRT an der Lausitz Klinik Forst
Es ist im wahrsten Sinn des Wortes eine große Sache. Am Mittwoch, 21. Oktober, wurde ein schwergewichtiger und umfangreicher Container angeliefert, der es in sich hat, denn er enthält ein komplettes MRT mit Untersuchungs- und Bedienraum. Damit erweitern sich die diagnostischen Möglichkeiten der Lausitz Klinik enorm und für Patientinnen und Patienten fallen lange Fahrten zur Untersuchung in Cottbus, Spremberg oder Eisenhüttenstadt weg. Ein großer Gewinn für alle in der Region, die eine Magnetresonanztomographie benötigen.
Der Transport und Aufbau des Containers mit seiner hochempfindlichen Medizintechnik, war schon ein Schauspiel für sich. Mit einer Länge von circa 13 Metern und einer Breite von circa 4 Metern musste er haargenau in die vorbereitete Fläche am Krankenhaus eingepasst werden. Der entsprechende Untergrund musste komplett eben und waagerecht vorbereitet sein, um das Gewicht von 34 Tonnen zu tragen und einen störungsfreien Betrieb des Systems zu gewährleisten.
Um den Container an seinen Platz zu bringen, war es notwendig, die Zuwegung zu verbreitern und so manchen Busch und Baum zu beschneiden. Auch die Kurven waren schwer zu nehmen.
Nachdem der erste Versuch gescheitert war, weil eine Hausecke und eine alte Eiche um wenige Zentimeter den Weg versperrten, traten Forster Firmen in Aktion, halfen schnell und völlig unkompliziert aus. Findlinge wurden verlegt, einige Meter Rasen mussten ausgekoffert und die Strecke mit Schotter befestigt werden, dazu kamen Stahlplatten, um das Gesamtgewicht des Transporters von mehr als 60 Tonnen auf dem Untergrund abzufangen. Die ursprüngliche Planung von einem Aufbau in vier Stunden verzögerte sich, letztlich brauchte es den ganzen Tag, bis in die Abendstunden hinein, bis der Container dort stand, wo er hingehörte.
Nachdem die Elektrik angeschlossen ist, das Netzwerk für den Bilddatenversand und zur Speicherung eingerichtet und auch der Telefonanschluss aktiviert installiert ist, kann das MRT in den Betrieb gehen.
Geschäftsführer Andreas Mogwitz hebt hervor: „Die Beschaffung des MRT ist ein klares Signal des Verbundes Diakonissenhaus Teltow an den Standort Forst und die Region. Mit innovativer Technik sichern wir Leistungsfähigkeit für eine komplexe Versorgung.“
Sehr zufrieden ist der neue Chefarzt der Radiologie der Krankenhäuser in Guben und Forst, Mathias Böttcher. „Viele Abteilungen im Haus und damit auch deren Patienten werden von der neuen Technik profitieren – gerade im Bereich der Untersuchung von Wirbelsäule und Kopf, aber natürlich auch bei den häufigen Untersuchungen der Gelenke. Das große Plus ist die ständige Verfügbarkeit des MRT. Damit erweitern wir die diagnostischen Möglichkeiten schon rein zahlenmäßig um ein Vielfaches.“ Eine kleine Einschränkung muss er jedoch machen. „Wir können erst im neuen Jahr mit voller Kraft starten, denn wir benötigen zusätzliches Personal.“
Eingesetzt wird die Magnetresonanztomographie (MRT), um ein genaues Bild vom Inneren des Körpers zu gewinnen. Anders als beim Röntgengerät ist ihre Strahlung unbedenklich und das Verfahren kann auch Weichteile detailliert abbilden. Es wird deshalb auch zur Untersuchung von Herz, Gehirn oder Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Orthopäden schätzen zudem die MRT-Bilder, um den Zustand von Gelenken oder Bändern zu beurteilen.




