Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin ist ein zukunftsorientierter diakonischer Unternehmensverbund mit langer Tradition. mehr
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Das Diakonissenhaus bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und auch den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) in eigener Trägerschaft an. mehr
Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin betreibt Krankenhäuser in Ludwigsfelde, Lehnin, Luckau, Frankfurt (Oder) und Seelow. mehr
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Kontakt

 Damaris Werner
Damaris Werner
Referentin Freiwilligendienste
Lichterfelder Allee 45
14513 Teltow
Tel.:
03328 - 433 518
Fax:
03328 - 433 516
 Katharina Telschow-Dürr
Katharina Telschow-Dürr
Referentin Freiwilligendienste
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 Iris Göken
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Bundesfreiwilligendienst für Geflüchtete

Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin bietet seit Januar 2016 den sogenannten „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ an. Dieser ermöglicht den Einsatz von Geflüchteten im Rahmen des Bundesfreiwilligendienst in verschiedenen sozialen Einrichtungen im Unternehmensverbund (Einrichtungen der Altenhilfe, der Jugend- und Behindertenhilfe sowie in
Krankenhäusern).

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein gesetzlich geregelter Freiwilligendienst, der sich als Bildungs- und Orientierungsjahr versteht. Im Rahmen des Programms „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ bietet er geflüchteten Menschen ab 18 Jahren die Möglichkeit, sich über die Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung in die Gesellschaft und Arbeitswelt in Deutschland zu integrieren und sich beruflich zu orientieren.

Voraussetzungen

Entsprechend der Gesetzesgrundlage im Bundesfreiwilligendienst wird das Programm für interessierte Menschen ab 18 Jahren mit guter Bleibeperspektive in Deutschland angeboten. Erwartet wird ein ausreichendes Maß an Deutschkenntnissen (Niveau B1/B2).

Rahmenbedingungen

Der Bundesfreiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate, mindestens jedoch 6 Monate. Eine Verlängerung auf 18 Monate ist möglich. Die Freiwilligen erhalten für eine Tätigkeit in Vollzeit (40 bzw. 38,5 Wochenstunden) ein Taschengeld in Höhe von 300 Euro. Darüber hinaus stellt die Einsatzstelle kostenfreie Verpflegung während der täglichen Dienstzeit bereit. Die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) werden von der Einsatzstelle übernommen.

Arbeitszeit

Der Einsatz im Bundesfreiwilligendienst richtet sich nach den Arbeitszeiten der jeweiligen Einsatzstelle. Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug kann in Voll- und Teilzeit geleistet werde, muss jedoch entsprechend der Gesetzesgrundlage mindestens einen Umfang von mehr als 20 Stunden pro Woche haben. Die Höhe des Taschengeldes wird dann entsprechend angepasst. Freiwillige haben bei einer 12-monatigen Tätigkeit und einer 5-Tage-Woche einen Anspruch auf 26 Tage Urlaub.

Bildungstage

Für Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und einen Freiwilligendienst für die Dauer von 12 Monaten leisten, ist die Teilnahme an 30 Bildungstagen festgelegt. Dazu zählen 2 Einführungs- und 2 Orientierungstage, 4 Wochenseminare (jeweils 5 Tage) und 6 Fach- bzw. Reflexionstage.

Für Freiwillige, die älter als 27 Jahre sind, sind 15 Fach- bzw. Reflexionstage für 12 Monate vorgesehen.

Auch der Besuch von Sprachkursen ist im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes möglich.

Die Seminare bieten Raum für Aufarbeitung und Reflexion der Erfahrungen in der Praxis und legen Schwerpunkte auf Persönlichkeitsbildung, die Vermittlung von fachspezifischen Inhalten sowie Einheiten zur beruflichen und interkulturellen Orientierung. Für die Freiwilligen im Programm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ sind im Rahmen der Orientierungstage auch die Vermittlung von Sicherheit in der neuen Situation im Arbeitsleben und die Klärung von
alltagpraktischen Dingen vorgesehen.

Alle Kosten im Rahmen der Bildungstage (Anreise, Verpflegung, Übernachtung) werden vom Diakonissenhaus getragen.

Anrechnung auf Sozialleistungen

Nach dem allgemeinen Nachranggrundsatz, der auch im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) gilt, ist das Einkommen aus der Tätigkeit des Bundesfreiwilligendienstes (Taschengeld und Verpflegung) grundsätzlich auf die Leistungen nach dem AsylbLG anzurechnen.

Allerdings sind dabei Absetzbeträge/Freibeträge zu berücksichtigen, die nicht angerechnet werden. Dabei ist zwischen den Beziehern von Grundleistungen (nach § 3 AsylbLG) und den Beziehern sog. „Analogleistungen“ (entsprechend SGB XII und § 2 Abs. 1 AsylbLG) zu unterscheiden:

Bei Grundleistungen nach dem AsylbLG

Im Bundesfreiwilligendienst betrifft dies notwendige Ausgaben, wie bspw. die Aufwendungen für den Arbeitsweg. Des Weiteren sind Einkommensfreibeträge zu berücksichtigen, d.h. zusätzlich bleiben 25% des Taschengeldes (ca. 75 EUR) bei der Anrechnung außer Betracht.

Bei Analogleistungen nach SGB XII

Bei Beziehern sogenannter „Analogleistungen“ (entsprechend SGB XII und § 2 Abs. 1 AsylbLG) gelten für die Einkommensanrechnung die Vorschriften des SGB XII. Diese sehen ebenfalls vor, dass vom Einkommen zunächst notwendige Ausgaben abzusetzen sind. Des Weiteren können nach Aussagen des BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) Einkommensfreibeträge in Höhe von 30 Prozent des Taschengeldes (ca. 90 Euro) anrechnungsfrei bleiben.