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Dauerausstellung

Christlichen Dienst leben

Wo Himmel und Erde sich begegnen, wo Gottes- und Nächstenliebe das Leben ausrichten, wo die Liebe Gottes und die Liebe zu Gott in der Liebe zum Nächsten münden, eröffnet sich ein neuer Horizont. Wer Gott liebt, der liebt seine Nächsten, und wer seine Nächsten liebt, der liebt in ihnen Gott. Seit dem 12. Jahrhundert leben Menschen am Ort des ehemaligen Zisterzienserklosters Lehnin aus biblischem Anspruch christliche Nächstenliebe: dem „ora et labora“ (bete und arbeite) der Zisterzienser entspricht das „Beten und Tun des Gerechten“ der Diakonissen.

Die Ausstellung im Amtshaus erzählt aus sechs verschiedenen Blickwinkeln, wie die beiden Gemeinschaften ihren Dienst an den Menschen zu verschiedenen Zeiten ausgestaltet haben. Sie veranschaulicht das Leben der Zisterzienser und der Diakonissen in Kontinuitäten und Brüchen. Die Ausstellung lädt ein, eigenen Fragen mit den aus christlichem Glauben gegebenen Antworten der Zisterzienser und der Diakonissen nachzuspüren.

Erdgeschoss
1. Museumsladen
2. Café
3. Filmraum
4. „Christlichen Dienst leben“

Obergeschoss
5. „Leben und Leben erhalten“
6. „Bauen und Bilden“
7. „Beten und Heilen“
8. „Innehalten und Aufmerken“
9. „Bruder und Schwester“
10. „Durchbrüche und Einbrüche

Christen und Heiden

Nach Gründung der Mark Brandenburg durch Markgraf Albrecht den Bären († 1170) stiftete sein Sohn Otto I. im Jahre 1180 das Kloster Lehnin. Es war die erste Gründung eines Zisterzienserklosters auf märkischem Boden und Ausdruck des markgräflichen Anspruchs, die heidnischen Slawen zu christianisieren sowie im Land dauerhafte, christlich geprägte Kirchen- und Herrschaftsstrukturen zu errichten. Die Ermordung des ersten Lehniner Abtes Sibold verdeutlicht den vereinzelten Widerstand der Slawen und die Gefährdung der christlichen Kirche in dieser Zeit.

Taufe und Abendmahl

Die liturgischen Geräte Kelch und Hostienschale finden Verwendung im Gottesdienst der Gemeinschaft. Schale und Krug werden bei der Taufe verwendet.

Mit der Taufe ist nach christlichem Glauben ein Mensch bleibend als Kind Gottes benannt. Der Täufling wird dreimal mit Wasser benetzt, dabei wird über ihn der Name Gottes gesprochen.

Im Heiligen Abendmahl hat die Gemeinde Anteil an Tod und Auferstehung Jesu Christi. Indem Christen Brot und Wein, das Heilige Abendmahl empfangen, stehen sie in Gemeinschaft mit Jesus Christus.

Diakonissen unterwegs

An das Bild der Diakonisse auf dem Fahrrad erinnern sich viele Menschen rings um Lehnin. Nach den Statuten ihrer Gemeinschaft wurden die Diakonissen vom Mutterhaus in die Gemeinden entsandt, um zu helfen, beizustehen und in der Gemeindearbeit mitzuwirken. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein versahen sie ihren Dienst in häuslicher Krankenpflege, als Hebamme oder Kinderpflegerin, in Gemeindestationen rings um Lehnin, in Groß Kreutz, Berlin oder Burg bei Magdeburg. Im Gepäck hatten die Diakonissen mehr als frische Milch oder Medikamente, um Hilfebedürftigen beizustehen: das Wort der Bibel.

Christlicher Glaube und Lebensrhythmus

"Innehalten und Aufmerken"

Scheint die Sonne auf den Stab einer Sonnenuhr, so lässt sich aus dem Schattenwurf die Tageszeit berechnen.

In dieser Begegnung von Himmel und Erde symbolisiert die Sonnenuhr das Leitwort der Ausstellung über Zisterzienser und Diakonissen in Lehnin. Beide Gemeinschaften verbindet der Lebensrhythmus in Gebet und Arbeit, bei beiden spielt die zeitliche Ordnung eine große Rolle.

Die Sonnenuhr verweist auch auf das Glaubensleben beider Gemeinschaften:

Dem Gebet der Mönche zu festgelegten Stunden darf nach ihrer Ordensregel nichts vorgezogen werden. Diakonissen leben ihren Dienst in der Überzeugung, dass Gottes Gnade dem Menschen zuerst geschenkt wird, um dann Gutes tun zu können – so wie eine Sonnenuhr erst durch die Sonne ihren Dienst aufnimmt.