Fast-track-Konzept im Diakoniekrankenhaus Halle
Neue Wege in der Gelenkchirurgie: Schnell wieder auf den Beinen
Noch vor wenigen Jahren bedeutete ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk für viele Patientinnen und Patienten vor allem eines: eine lange Zeit im Krankenhaus und ein mühsamer Weg zurück in den Alltag. Heute zeigt sich ein anderes Bild – zumindest am Diakoniekrankenhaus Halle.
Hier setzt man auf ein modernes Behandlungskonzept, das die klassische Sichtweise grundlegend verändert. „Die Operation allein ist nicht mehr der entscheidende Faktor“, sagt der Ärztliche Direktor und Leiter des Universitären Endoprothetikzentrums am Diakoniekrankenhaus, Prof. Dr. med. Alexander Zeh. „Es kommt darauf an, vor und nach dem Eingriff die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Patientinnen und Patienten schneller, aber natürlich genauso sicher wieder in ihr normales Leben zurückfinden.“
Möglich wird das durch das Fast-Track-Konzept. Dahinter verbirgt sich ein eng abgestimmtes Zusammenspiel aus Vorbereitung, schonender Operation, gezielter individualisierter Schmerztherapie, dem Einsatz von Medikamenten zur besseren Blutungskontrolle und zur Reduktion von Gewebeschwellungen sowie die intensive Nachbehandlung. Der Effekt ist deutlich spürbar: Viele Patientinnen und Patienten können das Krankenhaus bereits nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen.
Ein Schlüssel liegt dabei schon vor dem eigentlichen Eingriff. „Wir bereiten unsere Patientinnen und Patienten gezielt auf die Operation vor – auch praktisch“, erklärt Prof. Dr. med. David Wohlrab, Chefarzt für Endoprothetik. Bewegungsabläufe werden trainiert, der Umgang mit Gehhilfen geübt. „Das gibt Sicherheit und sorgt dafür, dass Patienten nach der Operation sofort aktiv mitarbeiten können.“
Im Operationssaal setzt das Team auf modernste Verfahren. Muskelschonende Techniken bei Hüftoperationen und robotikgestützte Präzision bei Knieeingriffen ermöglichen eine möglichst exakte und gewebeschonende Versorgung.
Dieses ineinandergreifende Konzept macht den entscheidenden Unterschied möglich: Statt langer Bettruhe beginnt die Mobilisation noch am selben Tag. Unterstützt vom Team der Physiotherapie machen die Patientinnen und Patienten ihre ersten Schritte – ein entscheidender Faktor für die schnelle Genesung.
Selbstverständlich steht auch dabei die Sicherheit im Vordergrund, und Personen mit längerem stationären Behandlungsbedarf werden bis zum gewünschten Erfolg betreut. „Frühe Bewegung ist kein Risiko, sondern ein Vorteil“, betont Prof. Wohlrab. „Wir sehen, dass unsere Patientinnen und Patienten schneller wieder selbstständig werden und insgesamt zufriedener sind.“
Mit dieser Kombination aus Erfahrung, moderner Technik und einem klaren Fokus auf die schnelle Rückkehr in den Alltag sieht sich das Diakoniekrankenhaus Halle gut aufgestellt. Oder wie es Prof. Zeh zusammenfasst: „Unser Ziel ist nicht nur eine gute Operation – sondern ein gutes Leben danach.“
Auf der Aktiv.Leben-Messe am 18. April 2026 in der Händelhalle wird in einem Vortrag um 12 Uhr das Fast-track-Konzept detaillierter vom OperationsTeam des Endoprothetikzentrums vorgestellt.








