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Lehniner Gespräche

Lehniner Gespräche

Lehnin war seit der Gründung des Klosters durch den Zisterzienserorden im Jahr 1180 ein Ort, von dem aus kulturelle und wirtschaftliche Impulse in die nähere und fernere Umgebung ausgingen. Mit dem Zentrum Kloster Lehnin hat das Diakonissenhaus einen Ort geschaffen, der erneut thematische Anregungen und Impulse in die Region aussendet.

Die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft insgesamt steht, treffen für den ländlichen Raum, zumal im Osten Deutschlands, in besonderer Weise zu. Entwicklungen verlaufen hier beschleunigt. Gleichzeitig stehen Infrastruktur und Hilfsangebote nicht in gleichem Maße zur Verfügung wie in der Stadt.

Das Diakonissenhaus begreift diese Herausforderungen als Chance, Projekte mit Modellcharakter zu entwickeln und einen Wissenstransfer aus Potsdam-Mittelmark in andere Landkreise und darüber hinaus aus Brandenburg in andere Bundesländer zu ermöglichen.

Zu den Lehniner Gesprächen versammeln sich Experten verschiedener Fachrichtungen, um die beschriebenen Herausforderungen zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen bringen Vertreter aus Politik, von Verbänden und Kassen, aber auch Fachwissenschaftler ihre Sicht auf die Dinge in die Diskussion ein.


Nächstes Gespräch


#Lehniner Gespräch for Future

Dienstag, 26. November 2019
Zu Gast: Prof. Dr. Wolfgang Lucht, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Prof. Lucht gehört zu den führenden Klimaforschern in Deutschland, am PIK leitet er den Forschungsbereich Erdsystemanalyse, am Geografischen Institut der Humboldt-Universität hat der die Alexander-von-Humboldt-Professur für Nachhaltigkeitswissenschaft inne. Als Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen berät Lucht die Bundesregierung, er ist Mitbegründer von Scientists for Future.


Rückblick


Neue Ansätze und Ideen für die Pflege

Dienstag, 14. Mai 2019
Zu Gast: Dr. h.c. Jürgen Gohde, Kuratorium Deutsche Altershilfe

Dr. Gohde ist Mitglied im Kuratorium Deutsche Altershilfe, das seine Arbeit als Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis versteht und für den Transfer und die Umsetzung neuer Erkenntnisse sorgen will. Zuletzt hatte Dr. Gohde beim Ethikforum des Diakonissenhauses im März 2019 über zukünftige Entwicklungen in der Altenhilfe gesprochen. Im Lehniner Gespräch wurden die angesprochenen Themen vertieft und mit den Ansätzen, die im Diakonissenhaus verfolgt werden, ins Gespräch gebracht. Das Spektrum reichte dabei von der stationären Pflege über teilstationäre und ambulante Angebote bis hin zur Netzwerkarbeit und der Personalsituation.


Zukunft Brandenburg

27. März 2019
Zu Gast: Dr. Dietmar Woidke, Ministpräsident des Landes Brandenburg

In Zeiten, in denen Populismus und vermeintlich einfache Antworten Konjunktur haben, bot das Lehniner Gespräch Raum, Ideen zur Zukunft des Landes Brandenburg zu entwickeln und vorzustellen. Das Themenspektrum began ganz allgemein bei der Frage, welche Herausforderungen vor uns liegen und welche Chancen sich bieten. Zu Sprache kam auch, wie es gelingt, Menschen zu gewinnen, diesen Weg mitzugehen. Weitere Schwerpunkte bildeten die Unterschiede zwischen Stadt und Land und zwischen den Regionen sowie der Strukturwandel durch Kohleausstieg und Digitalisierung.


Lasst die Kirche im Dorf

19. Juni 2018
Zu Gast: Thomas Wisch, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat mehr als 1.300 Kirchengemeinden, einen Großteil davon im ländlichen Raum. Wie Kirche angesichts des demografischen Wandels, kleiner und älter werdender Gemeinden, Landflucht und größerer Entfernungen hier weiterhin relevant bleiben kann, wurde an diesem Abend beleuchtet. Superintendent Thomas Wisch berichtete beispielhaft für den Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg, welche Herausforderungen es zu meistern gilt, wo kreative Ideen gefragt sind und wie Innovation gelingt.


Kultur, Kulturpolitik und Kulturförderung im Land Brandenburg

30. Januar 2018
Zu Gast: Dr. Martina Münch, Kulturministerin Land Brandenburg

Das Gespräch beleuchtete die kulturelle Vielfalt im ländlichen Raum und bahm die Herausforderungen und Perspektiven, die sich mit der Thematik verbinden, in den Blick. Kloster Lehnin mit dem Museum im Zisterzienserkloster und den Lehniner Sommermusiken, aber auch mit dem Reckahner Schul- und Rochowmuseum wurde dabei als gelungenes Beispiel vorgestellt.
Ein weiteres Thema bildete die Initiative „Kulturland Brandenburg“, die vor 20 Jahren in Lehnin ins Leben gerufen wurde und 2018 mit dem Themenjahr „Brandenburg in Europa – Europa in Brandenburg“ fortgesetzt wurde.


Luther und die Diakonie

28. September 2017
Zu Gast: Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland

Im Rahmen der Ausstellung „Liebe Deinen Nächsten!“, die das Museum im Zisterzienserkloster Lehnin bis zum 3. Dezember 2017 zeigte, fragte das Lehniner Gespräch nach Luther und der Diakonie. Denn die Reformation brachte auch erhebliche Veränderungen in der Fürsorge für Arme und Kranke mit sich, fielen doch in den protestantischen Gebieten die Klöster als Orte der praktizierten Nächstenliebe weg.


Sozialer Zusammenhalt im dörflichen Lebensraum

9. Mai 2017
Zu Gast: Uwe Brückner, Bürgermeister Lehnin; Prof. Dr. Talja Blokland, Stadt- und Regionalsoziologin Humboldt-Universität Berlin

Anlass für das Gespräch war der zunehmend beobachtete Vandalismus, von dem Bürgermeister Brückner berichtete – ein Phänomen, das allgemein eher dem anonym-urbanen Raum zugeordnet wird. Das Gespräch fragte nach Ursachen und Hintergründen und versuchte, kreative Ideen und Anregungen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts zu finden


Das Luise-Henrietten-Stift im Nationalsozialismus

28. März 2017
Zu Gast: PD Dr. Andreas Stegmann und Katharina Troppenz, Theologische Fakultät der Humbold-Universität Berlin

Auf Anregung des Diakonissenhauses hatte sich 2015/16 eine Gruppe von Studierenden an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin unter der Leitung von PD Dr. Andreas Stegmann mit der Geschichte des Lehniner Mutterhauses im Nationalsozialismus beschäftigt. Beim Lehniner Gespräch präsentierten Stegmann und Katharina Troppenz ihre Forschungsergebnisse. Die Schwerpunkte des Vortrags lagen auf der Geschichte des Luise-Henrietten-Stifts von seinen Anfängen 1911 bis 1945, dem Verhältnis zum NS-Staat und zur deutschchristlichen Kirchenleitung sowie dem Lehniner Säuglingsheim.


Der Demografische Wandel und das ländliche Brandenburg – Auswirkungen, Herausforderungen, Chance

13. Oktober 2015
Zu Gast: Wolfgang Blasig, Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark; Manfred Bauer, Leiter des Referates „Demografischer Wandel, Koordinierungsstelle bürgerschaftliches Engagement“ bei der Staatskanzlei des Landes Brandenburg

Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung im ländlichen Raum in den kommenden Jahren rapide zurückgehen wird. Dabei sinkt der Anteil junger Menschen, während der Anteil älterer Menschen steigt. Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Gesellschaft hat, welche Chancen sich daraus möglicherweise eröffnen und wie das Leben auf dem Land weiterhin attraktiv bleiben kann, waren die Themen des dritten Lehniner Gesprächs.


Positionen zu Sterbebegleitung und Sterbehilfe

16. Juni 2015
Zu Gast: Prof. Dr. Notger Slenczka, Professor für Systematische Theologie und Dogmatik an der Humboldt-Universität Berlin; Helmut Reichardt, Leiter der Palliativstation der Kliniken Lehnin; Pfarrerin Adelheid Vitenius, Seelsorgerin in den Kliniken und im Luise-Henrietten Hospiz Lehnin

Der Deutsche Bundestag beschloss 2015 ein neues Strafgesetz zur Sterbehilfe. Dieses Gesetzgebungsverfahren nahm das Diakonissenhaus zum Anlass, im Lehniner Gespräch nachzudenken über Selbstbestimmung am Lebensende, Herausforderungen an Familienangehörige, Pflegende, Ärzte und Seelsorger, palliativmedizinische Versorgung, Möglichkeiten und Grenzen ärztlichen Handelns und Hospize als letzte Lebensorte.


25 Jahre Land Brandenburg

24. März 2015
Zu Gast: Manfred Stolpe und Matthias Platzeck, ehemalige Mininsterpräsidenten des Landeas Brandenburg

Im ersten Lehniner Gespräch blickten Manfred Stolpe und Matthias Platzeck 25 Jahre nach Gründung des Bundeslandes Brandenburg zurück auf das, was gelungen ist, und nach vorn auf die Dinge, die als Aufgabe bleiben – immer mit besonderem Augenmerk auf die ländlichen Regionen.

Kontakt


 Alexander Schulz

Öffentlichkeitsbeauftragter

Alexander Schulz
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