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Die neue Mauer

Lehniner Gespräch mit Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk und Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow

7. Oktober 2026 | 19 Uhr
Klosterhotel Lehnin • Festsaal Luise-Henriette • Klosterkirchplatz 13 • 14797 Kloster Lehnin

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Die neue Mauer
EIN GESPRÄCH ÜBER DEN OSTEN.
Vieles von dem, was nach 1990 im Osten schiefgelaufen ist, lässt sich aus Versäumnissen und Fehlern im Vereinigungsprozess erklären. Anderes geht auf überzogene Erwartungen und ein falsches Verständnis von Freiheit zurück. So ist eine toxische Stimmung entstanden, die immer größere Teile der Bevölkerung erfasst – nicht nur im Osten, sondern auch im Westen. Denn die «neue Mauer» verläuft nicht nur entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, sondern auch zwischen den Verteidigern der Demokratie und jenen, die sie – gezielt oder leichtfertig – in Gefahr bringen.
Ilko-Sascha Kowalczuk ist einer der besten Kenner der DDR-Geschichte und seit vielen Jahren ein ebenso kritischer wie kluger Beobachter des Vereinigungsprozesses. Die FAZ nannte ihn den «Punk unter den deutschen Historikern». Bodo Ramelow ist seit 1990 in Ostdeutschland politisch aktiv und war von 2014 bis 2024 Ministerpräsident in Thüringen. Die beiden haben sich zusammengesetzt, um nach den Ursachen für die Wahlerfolge der AfD in den neuen Bundesländern und nach den Perspektiven für unsere Demokratie zu fragen. Der Zeithistoriker und der Politiker lassen es dabei nicht an deutlichen Worten fehlen und gelangen zu einem sehr differenzierten Bild der deutsch-deutschen Gegenwart.

Rückblick

#Lehniner Gespräch for Future Teil II

Dienstag, 25. Februar 2020

Zu Gast:

  • Hans-Georg Baaske, Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
  • Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH
  • Barbara Ral, Klimaschutz-Managerin für den Landkreis Potsdam-Mittelmark
  • Timo Wessels, Bio-Landwirt
  • Moderation: Monika Jones, Deutsche Welle

Unsere Podiumsgäste haben den 60 interessierten Zuhörern ihre Einschätzung zum Klimathema geschildert. Dabei konnte jeder aus seinem Bereich mit positiven Beispielen aufwarten, wie Klimaschutz betrieben wird und gelinken kann. Moderatorin Monika Jones von der Deutschen Welle hat die verschiedenen Bereiche verknüpft und auch das Publikum einbezogen. 

Im Rahmen des Gespräches wurde das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin für sein Energiemanagement mit dem Umweltpreis "Blauer Planet" des Landkreises Potsdam-Mittelmark ausgezeichnet. Barbara Ral, Klimaschutz-Managerin im Landkreis, würdigte unsere aktive Energiepolitik, die zur nachhaltigen Einsparung von CO2 beiträgt. Dies geschieht etwa durch Nutzung erneuerbarer Energien und hohe Standards an technische Anlagen und Gebäude. Der Kaufmännische Vorstand, Lutz Ausserfeld, hat die Auszeichnung entgegengenommen und dankte allen Kolleginnen und Kollegen für ihre engagierte Arbeit.

 

#Lehniner Gespräch for Future
Dienstag, 26. November 2019
Zu Gast:

  • Prof. Dr. Wolfgang Lucht, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Etwa 80 Gäste waren der Einladung des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin am Dienstag, den 26. November 2019 zum Lehniner Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Lucht vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ins Elisabethhaus gefolgt.

Prof. Lucht gehört zu den führenden Klimaforschern in Deutschland, am PIK leitet er den Forschungsbereich Erdsystemanalyse, am Geografischen Institut der Humboldt-Universität hat der die Alexander-von-Humboldt-Professur für Nachhaltigkeitswissenschaft inne. Als Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen berät Lucht die Bundesregierung, er ist Mitbegründer von Scientists for Future.
In einem Impulsvortrag brachte Prof. Lucht die Gäste auf den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung. Er erläuterte, woran sich der menschengemachte Klimawandel erkennen lässt, welche Folgen er schon heute hat und wie sich die Welt, wie wir sie kennen, in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Er machte deutlich, dass es zu Veränderungen kommen wird, auch wenn das im Pariser Klimaschutzabkommen formulierte Ziel, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, erreicht wird. Danach sehe es momentan allerdings nicht aus – ein höherer Temperaturanstieg sei deshalb zu erwarten mit entsprechend größeren Veränderungen.

Ein Hitzesommer wie 2018 wird demnach schon in 20 Jahren ein ganz normaler Sommer sein, in nur 40 Jahren wird ein solcher Sommer als eher kühl gelten.

Das anschließende Gespräch beschäftigte sich mit Fragen der Verantwortung und dem, was einerseits nötig und anderseits politisch möglich ist.

Konsequentes und schnelles Handeln sei gefordert. Ziel müsse es sein, den CO2-Ausstoß schnellstmöglich auf Null zu reduzieren.

Deutschland komme dabei eine große Verantwortung zu, obwohl es nur einen vergleichsweise geringen Anteil am globalen CO2-Ausstoß habe - denn Deutschland sei ein wichtiges Mitglied der EU, der Pro-Kopf-Ausstoß liege deutlich über dem Durchschnitt und Deutschland habe Ressourcen und Möglichkeiten, neue Technologien zu entwickeln und zu etablieren, die andere Länder fehlen.
Dabei könne jeder und jede Einzelne einen Beitrag leisten, so Prof. Lucht. Weniger Fleisch und weniger fliegen sei nötig. Gleichzeitig sollten Bürgerinnen und Bürger ihre Regierung nicht aus der Verantwortung entlassen, eine konsequente Klimapolitik umzusetzen.

Öffentlichkeitsbeauftragter

Alexander Schulz
Fax: 03328 433-364