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Nachruf Sr. Eva Marie Koch

| Diakoniewerk Halle

Am 16. August 2026 wurde unsere Diakonisse Schwester Eva Marie Koch im Alter von 92 Jahren von Gott heimgerufen.

Denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden.
Verherrlicht also Gott in eurem Leib!
1. Kor. 6/20
 

Am 16. August 2026 wurde unsere Diakonisse Schwester Eva Marie Koch im Alter von 92 Jahren von Gott heimgerufen.

Schwester Eva Marie Koch wurde 16. November 1934 in Stettin/Stolzenhagen als Zwillingskind geboren. Sie wuchs mit ihren Eltern, der Zwillingsschwester und älteren Schwester in Stolzenhagen auf. Der Vater ist zwischen 1942 und 1943 im Krieg gefallen. 1945 flüchtete die Mutter mit ihren Töchtern auf die Insel Hiddensee, wobei sie dort nur 14 Tage verbringen durften, da alle Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgeschickt wurden. Anfang Juni 1947 wurden Sie durch die Besatzungsmächte endgültig aus Stolzenhagen ausgewiesen. Am 19. August 1947 kamen sie nachmittags in Löbejün/Halle an.

Während der Kriegszeit konnte sie nur mit Unterbrechungen die Schule besuchen. Als sie 1948 in den Konfirmandenunterricht kam, war dies eine große Freude für sie. Am 19. April 1949 wurde sie in der Petri-Kirche zu Löbejün konfirmiert. Der dortige Pfarrer konnte für sie eine Stelle hier im Mutterhaus bekommen. Hier begann sie als Marienkind zu arbeiten. Während dieser zeit entbrannte bei ihr der Wunsch, eine Diakonisse zu werden, nach dem sie das Leben der Diakonissen kennengelernt hat.

Als Probeschwester ist sie am 28. März 1953 eingetreten. 1955 unterzeichnete Sie dann die Verpflichtungserklärung für Novizen und am 18. Oktober 1965 wurde sie eingesegnet.

Sie war in der Krankenhauszentralküche tätig. Ihre Wege führten sie auch in den Heinrichsstift Wernigerode. Dort nahm Sr. Eva Marie eine Ausbildung in der Hauswirtschaft auf, kurzzeitig war sie im Erholungsheim Osterhöhe als Köchin tätig. In den Jahren 1993 bis 2005 war Sr. Eva Marie Hausmutter im Abendfrieden und während dieser Zeit auch 13 Jahre Stationsschwester im Martinstift.

In ihrer Freizeit reiste sie sehr gern. So war sie in Italien und ganz viele Sommerurlaube verbrachte sie an der Ostsee bei ihrer Familie. Sr. Eva Marie wanderte sehr gern und war vor allem viel der Sonne zugewandt.

Ihr weiterer Lebensweg wurde ab 2020 durch schwere Krankheiten gekennzeichnet, die sie jedoch gut ertragen hat. Nach dem sich ihr allgemeiner Gesundheitszustand erheblich verschlechterte, zog sie am 20. November 2024 in das Johannes-Jänicke-Haus ein. Hier konnte sie noch viele schöne Stunden verleben, durch die liebevolle Versorgung der dort tätigen Schwestern und Pfleger. Auch ihre Mitschwestern zogen ins Pflegeheim ein, so dass die Diakonissen wieder vereint waren.

Schwester Eva Marie konnte 2025 gemeinsam mit ihren Ringschwestern ihr Diamantenes Einsegnungsjubiläum feiern.

Mit Schwester Eva Marie verlieren wir eine freundliche und selbstbewusste Schwester. Wir danken ihr für ihren langjährigen Dient.

Der Trauergottesdienst findet am 3. September 2026 9:00 Uhr in der Kirche im Diakoniewerk statt, mit anschließender Beisetzung auf dem Gertraudenfriedhof in Halle.

Wir nehmen Abschied in dem Vertrauen, dass Schwester Eva Marie Koch mit ihrem ganzen Leben bei Gott geborgen und aufgehoben ist.

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