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Bereits 1972 haben die Teltower Diakonischen Werkstätten ihre Arbeit auf dem Stammgelände des Diakonissenhauses an der Lichterfelder Allee aufgenommen – mit zunächst sechs betreuten Menschen. Heute sind in den verschiedenen Bereichen der Werkstatt für behinderte Menschen rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Die Werkstatt ist ein mittelständisches Unternehmen mit Produktionsabteilungen, Lager, Lehrwerkstatt und Verwaltung. Einzig die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Handicap ist hier größer als anderswo üblich.

Die Aktivitäten der Werkstatt gliedern sich in den Arbeitsbereich, den Bereich für berufliche Bildung sowie den Förder- und Beschäftigungsbereich. Im Arbeitsbereich der Werkstatt stehen 200, im Berufsbildungsbereich 24 und im Förderbereich 21 (Arbeits-)Plätze zur Verfügung. Die Zweigwerkstatt in Werder verfügt über weitere 60 Plätze, davon 12 Plätze im Förderbereich.

Ziel der Werkstatt ist es, Menschen mit Behinderungen eine an der Normalität orientierte Arbeit zu ermöglichen – also ihre individuellen Besonderheiten zu berücksichtigen, ihnen spezifische Unterstützung zu bieten und sie in ihren Talenten zu fördern. Die Werkstatt ist damit ein Ort des Entdeckens von Potenzialen, der Förderung von Fertigkeiten und Fähigkeiten, der Erfahrung von Selbstwirksamkeit, der Entwicklung unterschiedlicher Kompetenzen und von Selbstvertrauen, aber auch ein Ort der Begleitung bei persönlichen Problemen.
Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Kostenübernahme durch die jeweiligen zuständigen Rehabilitationsträger, unabhängig von der Anerkennung als Schwerbehinderter.

Arbeitsbereich

Die Werkstatt für behinderte Menschen erbringt unter gewöhnlichen Marktbedingungen vielfältige Leistungen für ganz unterschiedliche Auftraggeber, etwa für die Industrie, für die öffentliche Hand oder für Verbände. Anspruch der Werkstatt ist es, wie ein herkömmliches mittelständisches Unternehmen auf dem freien Markt zu agieren: Aufträge zu akquirieren, sie abzuarbeiten und Produkte zu marktgerechten Qualitäten und Preisen und termintreu an die Auftraggeber auszuliefern. Das bedeutet: Auch bei Rücksicht auf die individuellen Behinderungen der Menschen werden alle Arbeitsabläufe mit so viel Normalität wie irgend möglich abgewickelt. Das heißt auch, dass die Anleiter ihre Unterstützung auf das notwendige Maß beschränken, um möglichst viele Fertigkeiten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung zu wecken.
Unter anderem sind die Teltower Werkstätten aktiv in den Bereichen:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden so gefördert, dass ein Wechsel in andere Unternehmen möglich wird.

Zertifiziertes Prüfbüro für Leichte Sprache

Kontakt zu den Controllettis:

Telefon 03328 433 338
e-Mail: Controllettidiakonissenhausde

Berufliche Bildung

Die Bildung im Bereich berufliche Bildung (BBB) basiert auf einem ausdifferenzierten und verbindlichen Gesamtkonzept. Die Methoden beruflicher Bildung orientieren sich an den Interessen und Fähigkeiten der Menschen mit Behinderung, indem individuelle Lernprozesse verbunden werden mit dem Einsatz von methodisch-didaktischem Fachwissen. Der Bildungsprozess ist mehrstufig dialogorientiert. Es werden Eingliederungspläne mit dem Beschäftigten erarbeitet, vereinbart, fortgeschrieben und regelmäßig im Hinblick  auf die Zielerreichung überprüft.
Die Bildungsangebote sind auf folgende Berufsbilder ausgerichtet:

Ein individueller Bildungsbegleiter leitet die Teilnehmenden während ihrer Zeit im Bereich berufliche Bildung an.
Bildungsstruktur:

  • duales System (Wechsel von Theorie- und Praxiswochen)
  • Projektwochen
  • Prüfung mit Zertifikatsübergabe

Eine Aufnahme in die Werkstatt erfolgt ganzjährig, sieht flexible Eintritte vor und erfolgt unabhängig von der Anerkennung als Schwerbehinderter. Im Anschluss an die berufliche Bildung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – wenn möglich – in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den Integrationsfachdiensten in reguläre Arbeitsverhältnisse auf dem freien Arbeitsmarkt vermittelt. Alternativ sind Tätigkeiten in der Werkstatt für behinderte Menschen möglich – in den Arbeitsbereichen Kräutergarten, Garten- und Landschaftsbau, Gebäudereinigung, Hauswirtschaft, Wäscherei oder mechanische Werkstatt.

Förder- und Beschäftigungsbereich

Im Förder- und Beschäftigungsbereich werden Menschen mit Behinderungen aufgenommen, die nicht oder noch nicht im Bereich berufliche Bildung oder im Arbeitsbereich der Werkstatt gefördert werden können. Ein interdisziplinäres Fachteam entwickelt gemeinsam mit ihnen neue Lebens- und Beschäftigungsperspektiven. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die ganzheitliche Förderung der Menschen: im lebenspraktischen Bereich, durch Tätigkeiten in den Holzwerkstätten, der Keramikwerkstatt und der Hauswirtschaft, durch kreative Angebote, durch Projektarbeit sowie durch Gesprächsangebote.
Die Menschen im Förder- und Beschäftigungsbereich sollen Freude und Anerkennung durch ihre Arbeit in der Gruppe erleben und letztlich den Übergang in den Arbeitsbereich schaffen.
Der Förder- und Beschäftigungsbereich fördert unter anderem:

  • die Teilhabe am Lebensbereich Arbeit (durch individuelle Arbeits- und Beschäftigungsangebote, Vermittlung von spezifischen Kenntnissen in verschiedenen Arbeitsbereichen und Praktika in der Werkstatt für behinderte Menschen)
  • Mobilität, Orientierung und Integration (Kennenlernen des näheren Umfelds und Orientierung darin, Verselbständigungs-Training, zeitliche Orientierung durch feste Tagesstruktur)
  • lebenspraktische Handlungskonzepte (Anleitung zur Selbsthilfe und Körperpflege, Förderung von Fertigkeiten im lebenspraktischen Bereich)
  • Betreuung und psychologisches Wohl (Erkennen und Entwickeln von Wegen, eigene Bedürfnisse auszudrücken und umzusetzen)
  • Bewältigung von Problemen und Krisensituationen

Der Förder- und Beschäftigungsbereich arbeitet eng mit dem Arbeitsbereich, dem Bereich berufliche Bildung, dem häuslichen Bereich sowie mit Wohnstätten, Förderschulen und Ämtern zusammen. Außerdem bieten sechs Fachkräfte unter anderem Musik-, Physio-, Ergo- und Sprachtherapie.

Beratung für Angehörige: Sozialer Dienst

In der Werkstatt beraten eine Sozialpädagogin und eine Heilpädagogin Angehörige bei Aufnahmen, Fragen und Problemen. Sie unterstützen die Beschäftigten bei sozialen Problemen sowie bei Konflikten und Krisen. Der Soziale Dienst arbeitet eng mit den zuständigen Kostenträgern sowie Gruppenleitern aller Bereiche zusammen, gibt Unterstützung und pädagogische Anleitung und organisiert und koordiniert begleitende Maßnahmen. Darüber hinaus ist der soziale Dienst für die konzeptionelle Entwicklung verantwortlich. Ein hohes soziales Engagement sichert die qualitative Arbeit. Als zusätzliche Hilfen stehen unter dem Dach des Diakonissenhauses der Familienentlastende Dienst sowie die verschiedenen Wohnstätten zur Verfügung.

Belegung

Gegenwärtig gibt es noch freie Plätze – bitte kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

Zweigwerkstatt Werder

Im Stadtzentrum von Werder liegt die Zweigwerkstatt der Teltower Diakonischen Werkstätten. Sie arbeitet nach der gleichen Philosophie und verfolgt dieselben Ziele wie die Werkstatt in Teltow. Die Zweigwerkstatt bietet 60 Plätze im Arbeitsbereich und im Bereich berufliche Bildung in den Geschäftsfeldern

  • Garten- und Landschaftsbau,
  • Industriemontagen,
  • Archivierung/Aktenvernichtung und
  • Hauswirtschaft/Verteilerküche.

Der Berufsbildungsbereich arbeitet wie in der Hauptwerkstatt nach einem flexiblen Gesamtkonzept, bestätigt durch die Bundesagentur für Arbeit.
Eine Aufnahme in die Werkstatt erfolgt ganzjährig, sieht flexible Eintritte vor und erfolgt unabhängig von der Anerkennung als Schwerbehinderter.
Der Förder- und Beschäftigungsbereich bietet zwölf Plätze.
Es ist unser Ziel, die Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich zu unterstützen. Der Erhalt und die systematische Förderung der vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten haben dabei Priorität. Die pädagogischen Mitarbeiter richten sich nach erprobten heilpädagogischen Handlungsmöglichkeiten und fachwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie die Teilhabe am Bereich Arbeit werden gefördert.
Die Zweigwerkstatt trägt dazu bei, im Umfeld der Stadt Werder in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark eine wohnortnahe Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung sicherzustellen.

Außenarbeitsgruppe Lehnin

Seit dem Jahr 2010 gibt es im Kloster Lehnin eine „Grüngruppe“, die die Anlagen und Gärten sowie den Friedhof auf dem Klostergelände unter Anleitung einer Gärtnerin als Gruppenleiterin pflegt. Einige der Beschäftigten leben im Haus Sonnenschlösschen in der ambulanten Betreuung.

Abteilung Rehabilitation psychisch kranker Menschen

In dieser Abteilung mit 24 Plätzen arbeiten Menschen mit psychischer Erkrankung in der

  • Garten- und Landschaftspflege,
  • Pflanzenpflege,
  • im Dienstleistungsbereich (Hofladen) sowie in der
  • Herstellung von eigenen Produkten (Pesto, Kräuteröle, -essig).
Außenarbeitsplätze

Wir bieten Außenarbeitsplätze in den Bereichen:

  • Garten- und Landschaftsbau
  • Montage
  • Hauswirtschaft
  • Gebäudereinigung
  • Großküche

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine individuelle Begleitung und entsprechende Qualifizierungsmöglichkeiten wie:

  • modulare Fachweiterbildungen in den entsprechenden Arbeitsbereichen
  • Bewerbungstraining
  • Computerkurse
  • Projektgruppen
Unterstützende Gremien
  • Werkstattrat als Interessensvertretung der behinderten Menschen
  • Eltern- und Betreuerbeirat
  • Psychologin für Gesprächsangebote
  • Werkstattzeitung
  • Band „art.gerecht“

Joachim Kettner
Fax: 03328 433-331

Sozialer Dienst

Nannette Teichmann
  • Teltower Diakonische Werkstätten

    Lichterfelder Allee 45
    14513 Teltow
    Deutschland